Top IT Trends 2018

Das neue Jahr lässt nicht mehr lange auf sich warten und es ist Zeit für die ersten Prognosen, denn das Internet of Things (IoT), Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz (KI), oder Hyper- Connectivity finden immer häufiger Einsatz und das wirkt sich enorm auf die Wettbewerbsfähigkeit und Geschäftsmodelle aus. Die Erwartungen an die IT steigen – und natürlich muss die IT Infrastruktur die neuen Anwendungsfälle abbilden und Bedürfnisse erfüllen können. Sie muss die Sicherheit ebenso garantieren wie kurze Latenzzeiten und Hochverfügbarkeit. Auf Grundlage aktueller Studien haben wir die Top IT Trends für Sie aufbereitet.

Konnektivität: IoT, Smart Buildings und Kunden beschleunigen Vernetzung

Gartner zählte 2017 bereits 8,4 Milliarden vernetzte „Dinge“ im Internet. Bis 2020 sollen es fast 21 Milliarden werden. Ein großer Anteil davon wird aber kein Smartphone oder Laptop mehr sein, sondern vernetzte Maschinen, Autos und Smart Buildings.

Business Analytics: Kundendaten treiben Marktentscheidungen

Hypervernetzte Kunden erzeugen jeden Tag Ozeane voll Daten (Big Data), die über Analytics zu Schätzen werden können, und die Industrie 4.0 bringt viel Effizienz in Lieferketten und Fabriken. Dazu sorgt das Edge Computing dafür, dass auch an eher abgelegenen Niederlassungen die IT performant unterstützt. Diese zunehmende Vernetzung zeigt sich auch in der Business Intelligence (BI), die nach Forrester-Prognose immer seltener in Insellösungen stattfinden wird. BI wird sich weiterentwickeln und Insight-to-Execution-Prozesse etablieren. Die (Echtzeit-) Auswertung interner und externer Datenquellen ermöglichen BI schnelle Entscheidungen. Die Grundlage für diese Entwicklungen legen Unternehmen mit einer modernen IT-Infrastruktur.

Schnittstellen: Standardisierung von APIs beschleunigt digitale Prozesse

Die Zeit der Datensilos ist vorbei. Unternehmen müssen mit BI-Anwendungen ihre kompletten Datenbestände, ob online, aus der Cloud oder klassischen IT-Anwendungen, auswerten können. Im Zuge der Entwicklung werden Lösungen wie Datacenter as a Service (DCaaS) und virtuelle Datencenter vermehrt zum Einsatz kommen, aber auch ganze IT-Infrastrukturen können über Cloud-Lösungen oder über intelligente Services wie Managed Private Cloud Datacenter bereitgestellt werden. Für diesen Trend werden viele Unternehmen nach Forrester-Einschätzung die Schnittstellen zwischen Anwendungen standardisieren. Programmierschnittstellen (Application Programming Interface, kurz APIs) zwischen allen Anwendungen unterstützen agilere Geschäftsprozesse.

Customer Experience: End-to-End-Kommunikation aus der Nutzerperspektive

Neue digitale Workflows verkürzen die Wege zum Kunden und verhelfen Unternehmen zu einer besseren Kundenorientierung. Forrester prognostiziert, dass digitale Workflows zwischen Kunden und Unternehmen künftig nach einem End-to-End-Prinzip erfolgen müssen. Accenture ermittelte in seiner Befragung („Technology Vision 2017″) unter 5.400 Business-Entscheidern bei 80 Prozent Zustimmung, dass sich Technologien dem Menschen anpassen müssten. Sie müssten aus dem Nutzerverhalten lernen, um es vorhersagen zu können.

IT der zwei Geschwindigkeiten: Kunden-Apps mit Vorfahrt – IT absichern

Kunden haben einen immer besseren Überblick, wann sie wo im Internet ein Schnäppchen machen. Dies ist eine Herausforderung für Unternehmen bei Kundenbindung und Begleitung der Customer Journey. Unternehmen müssen daher schneller und genauer (in Echtzeit) Kundenverhalten einschätzen können, um ihnen jeweils passende Angebote zu unterbreiten. Deshalb werden künftig Kundenanwendungen Vorrang gegenüber anderen IT-Lösungen eingeräumt, prognostiziert Forrester. Einige Auguren sprechen von der IT der zwei Geschwindigkeiten.

Nachhaltige Rechenzentren

Rechenzentren werden flexibler, effizienter und umweltfreundlicher, da sie alle möglichen IT-Szenarien abdecken müssen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das neue Lefdal Mine Datacenter (LMD) in Norwegen. Da es in einem ehemaligen Bergwerk liegt, benötigt man weniger Kühlenergie. Ein modulares Design ermöglicht den Kunden eine schnelle Markteinführungszeit von rund sechs Wochen. Dazu ist es fast beliebig skalierbar. Weitere Trends bei Rechenzentren sind Egde-Computing mit Micro-Rechenzentren als Containerlösungen.

Security und Risikominimierung: Zero Trust im Netzwerk

Wobei mit der steigenden Konnektivität die klassische IT (Hard- und Software) als Basis-Infrastruktur absolut sicher sein muss. Denn ohne ein sicheres Netzwerk sind alle Tools wertlos. Forrester beschreibt den Trend zu „Never trust, always verify“. Hierbei geht es nicht nur um die technische Seite von Sicherheit, sondern auch auf das Verhalten der Anwender. Instrumente für Zero Trust bieten die Virtualisierung des Netzwerks mit der SDN-Technologie (Software Defined Network), Netzwerk-Monitoring sowie mittlerweile auch einige Software Asset Management-Tools (SAM).

IT Infrastruktur absichern, beschleunigen, hochverfügbar machen

Aber was nutzt ein überwachtes Netzwerk, wenn die IT-Infrastruktur nicht mehrfach gegen elementare Bedrohungen, physische Beschädigungen durch Stromausfall oder mangelhafte Klimatisierung abgesichert ist. Forrester ruft die CIOs zur Modernisierung auf. Virtualisierung (SDN) des Netzwerkes und Auslagerung desselben in die Cloud prägten die Trends, die das Zeitalter der „Infrastructure as a Code“-Bewegung begründeten. Dieser Trend sollte Sie als CIO aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie auch die klassische IT-Infrastruktur absichern und beschleunigen sowie hochverfügbar halten müssen. Ob Rechenzentrum oder modulare Plattformen mit Schaltschränken: Ohne integrierte redundante Stromversorgung, Klimatisierung, Brandmelde- und Einbruchssensoren sowie bauliche Sicherheitsmaßnahmen mit einem Datacenter Infrastructure-Management (DCIM) sollten Sie heute Ihre IT-Infrastruktur nicht mehr betreiben. Alle Rechenzentrumslösungen von RITTAL erfüllen diese Anforderungen sowie europäischen Standards für die Hochverfügbarkeits-IT.

Fazit

Mit den steigenden Ansprüchen durch die Digitalisierung, dem IoT, KI sowie neuer Anwendungen für digitale Wertschöpfungsketten muss sich die IT als Rückgrat des Unternehmenserfolges bewähren. Vor allem der anhaltende Trend des „Bring your own Device“ (BYOD) wird die IT noch lange beschäftigen und die Notwendigkeit zur Modernisierung noch verschärfen.

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